Freitag, 27. Februar 2015


Gedanken über das Leben auf unserer Erde und
das Zusammenleben der Menschen

Meine Suche nach einer realistischen, neuen Gesellschaftsordnung

Yves Wechlin
Arbeitsdokument, Zuletzt geändert: 27.02.15

Diese Seite ist eine von mehreren, zu Themen wie Gesellschaft und Philosophie, Astronomie und Universum




Inhalt:

Einleitung
Meine Vorstellungen und Gedanken zu einer alternativen Gesellschaftsform und deren Umsetzung
Analyse der gegenwärtigen Demokratie/Marktwirtschaft hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit
Links/Bücher
Legende


Einleitung


Hier bin ich auf der Suche nach einer möglichen, alternativen Form des Zusammenlebens. Aufbauend vor allem auf den Ideen des Hedonismus* und einer Leitkultur des evolutionären Humanismus. Dies versuche ich möglichst ergebnisoffen zu tun, unter Berücksichtigung der vorher genannten Ideen, der mir zur Verfügung stehenden Informationen, und meinem Anliegen, auch für mich selbst zu mehr Klarheit über meine Vorstellungen zu gelangen.

Wie gesagt, es ist ein Versuch als auch ein Spiegelbild meiner gegenwärtigen Gedanken zu diesem Themenbereich, und ist dementsprechend jederzeit veränderbar ohne je einen Anspruch auf "die" Wahrheit zu erheben.
Die einzelnen Themenpunkte und Fragen, die ich nachfolgend niederschreibe, sind eine Sammlung loser Gedanken, als auch aus gelesenen Büchern gewonnenen Einsichten, welche mich beschäftigen.
Auch aus dem Grund, da für mich die Frage im Raum steht, warum es auch heute noch ein so starkes Missverhältnis zwischen Wissen und Umsetzung, nicht nur auf dem Gebiet des Zusammenlebens, der Gesellschaftsformen gibt.

Die nachfolgenden Ideen, verstehen sich zugleich auch als Anpassung unseres gegenwärtigen Gesellschaftsmodelles, sie haben also nicht zwingend den Anspruch ein neues Modell zu bedingen. Mein Hauptanliegen ist die Berücksichtigung und Zusammenführung von möglichst vielen Informationen("Schwarmintelligenz"), zwecks Findens einer alternativen, realistischen Form des Zusammenlebens im Sinne eines evolutionären Humanismus und Hedonismus oder einer dementsprechenden Form.



Meine Vorstellungen und Gedanken zu einer alternativen Gesellschaftsform und deren Umsetzung


Leitkultur - Leitlinie:

Diese Beschreibung gilt für den gesamten nachfolgenden Text, und wird in diesem meist nur noch als Leitlinie oder Prinzip bezeichnet:

Die Basis für ein Zusammenleben soll das Grundprinzip des Hedonismus* oder etwas dementsprechendes sein - dies ermöglicht ein selbstständiges und freies Zusammenleben, mit Nutzen für alle ohne dem anderen zu Schaden: Selbstregulation**



Vorstellungen zu einer neuen Gesellschaftsform

Eine die ohne Dogmatismus, Gewalt und Bevormundung auskommt, damit sind Formen jeglicher Art von Diktaturen, seien es nun weltliche religiöse oder sonstige, ausgeschlossen.
Ich denke, es geht hier um die Frage, wie viel Vorgaben, Vorschriften oder Gesetze nötig sind, damit eine Gruppe, eine Gemeinschaft funktionieren kann. Alle bisherigen Gesellschaftsformen inklusive der heutigen sind, wenn auch teilweise gut gemeint, mit Gesetzen und Vorschriften heillos überfrachtet und fördern keineswegs eine selbständige auf Individualismus beruhende Lebensart, stattdessen tun sie vor allem das genaue Gegenteil. Dies macht sich heutzutage in Erscheinungen wie Politikverdrossenheit, Allgemeines Desinteresse und Extremismus in allen erdenklichen Formen, mehr als deutlich bemerkbar.
Ausgehend von dieser Frage, bleibt eine Form von Gesetz übrig, die man als Leitlinien bezeichnen könnte, Leitlinien welche nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz von möglichst vielen Individuen aufgestellt werden - schon alleine die Bezeichnung vermittelt den Menschen, dass es hier nicht um Verordnungen, oder gar Zwangsmassnahmen von irgendwo da oben geht, sondern um Informationen, wie wir am besten unser Zusammenleben bewerkstelligen können - im Gegensatz zu Gesetze schon eindeutig mehr mit positiver Ausstrahlung behaftet: Denn wenn wir ohne diesen Zwang von da oben handeln, sind wir offener und viel mehr bereitwilliger dazu, unser Verhalten bis zu einem gewissen Grad, den von uns geschaffenen und jederzeit veränderbaren Leitlinien anzupassen. Damit
erreicht man, dass sich keiner wirklich untergeordnet fühlt und doch im grossen Ganzen der Gesellschaft mitwirkt - wir unterwerfen uns nicht diesen Leitlinien, sondern wir stellen sie gemeinsam auf, um für unser und aller Leben das beste während unserer Existenz erreichen zu können.
Dazu habe ich mittlerweile eine etwas modifizierte Vorstellung, und zwar dahingehend, dass es möglich sein könnte, ohne das erstellen, aufschreiben usw von Leitlinien auszukommen:
Der Kerngedanke dahinter ist der bedeutende Unterschied zwischen Regeln fürs Zusammenleben in Form von Gesetzen und in Form von Leitlinien oder Prinzipien.
Während Gesetze auf Macht, eine Institution und einen starken Staat bauen und mehr oder weniger als unfehlbar gelten und durch verschiedenste Arten von Gewalt erst durchgesetzt werden müssen, ermöglichen Leitlinien dem Menschen, einerseits seine ganz individuellen Fähigkeiten, Wünsche und Begehren zu Leben, als andererseits auch konfliktfrei in Gruppen miteinander auszukommen.
Denn der Unterschied hier ist, dass diese Leitlinien zwar durchaus als Regeln des Zusammenlebens bezeichnet werden können, dass diese aber bereits von Natur aus in jedem einzelnen Menschen vorhanden sind: Ich nenne dies einfach mal fundamentale menschliche Prinzipien. Es sind Eigenheiten, Gefühle wie wir uns und die Umwelt sehen und wahrnehmen, es sind fundamentale Grundstrukturen des menschlichen Seins, die sowohl bewusst als auch unbewusst in uns wirken, wenn wir es denn nur zulassen.
Aus diesem Grund bräuchten wir keine wie auch immer geartete Gewalt oder Institution, als auch keine geschriebenen Gesetze, sondern einfach nur die Erkenntnis, das akzeptieren über das Vorhandensein in ein Urvertrauen, in die Tatsache, dass jeder Mensch die gleichen fundamentalen menschlichen Prinzipien in sich trägt.
Anders ausgedrückt, schon Heute, vielleicht auch schon sehr viel länger, schlummern diese Prinzipien in uns, nur wird uns von den derzeit herrschenden Gesetzen und Gesellschaftsordnungen es nicht erlaubt sie anzuwenden, indem die Gesetze eines Staates, einer Institution mit einer imaginären natürlichen Überlegenheit und einem immer "Recht haben" vollkommen aus unserer Realität enthoben werden, und damit jeglicher Kritik von Grund auf erhaben sind.
Das bedeutet nicht, dass ich hier andeuten will, es sollen alle Menschen so sein wie die anderen in allen Belangen - nein, dies betrifft eben nur diese Prinzipien, der natürliche Garant für die bestmöglichste individuelle Selbstverwirklichung und ein friedliches Zusammenleben mit der Umwelt.
Darauf, über dieses Fundament, kann sich sodann das jeweilige Selbst eines jeden Individuums entfalten und entwickeln - eine Möglichkeit die maximale Freiheit, Selbstverwirklichung und damit Glück, Freude und Sinn im Leben mit sich bringen würde.
Gibt es eine "optimale" Gesellschaftsordnung?:
Welche spezifischen Eigenheiten, Besonderheiten sollte eine alternative Gesellschaftsordnung, oder die Frage welche Art des Zusammenlebens zwischen den Menschen ist die optimalste - und gibt es die, oder wie erkennen wir sie.
Ich wage einmal zu behaupten, dass es im Grunde gar nicht darum gehen sollte, "die" optimale Gesellschaftsordnung zu finden(Ganz davon abgesehen: Wie sollen wir wissen, dass die, oder die Gesellschaftsform es ist - konzentrieren wir uns nur darauf, verlieren wir uns womöglich in einer ewigen Suche und vergessen das Leben im Hier und Jetzt, auf der Suche nach einer nicht zu beweisenden optimalen Gesellschaftsform), also quasi ein "End-Ziel" vor Augen zu haben, sondern dass die beste Lösung dieser Frage darin besteht, als Gesellschaft sich jederzeit, wenn notwendig, den Bedingungen entsprechend bestmöglich anpassen zu können. Es sollte niemals eine Gesellschaft geben, die stur auf einmal erstellte Leitlinien beharrt - also eine statische, unbewegliche Gesellschaft, sondern eine die flexibel und offen für Veränderungen ist, und damit auf lange Sicht die besseren Überlebenschancen, als auch allgemein die besseren Existenzbedingungen in der Gegenwart hat.

Beispiel einer möglichen neuen Gesellschaftsform:
Eine Gesellschaftsordnung nach dem Prinzip der Selbstverantwortung/Selbstständigkeit, der positiven Anarchie****(Ich bringe hier zwar immer das Beispiel von den Ideen des Hedonismus zur Sprache, was aber auch eine andere Form eines Zusammenlebens nicht ausschliesst, welche sich nach den Prinzipien der grösstmöglichsten individuellen Freiheit richtet).
Problematisch dabei dürfte die Selbstregulation sein, besser gesagt die Frage ob eine Selbstregulation in der Praxis funktionieren und bestehen kann - in der bisherigen Geschichte der Menschen, meine ich eher eine starke Tendenz in Richtung einer Bevorzugung des Menschen gegenüber einer wie auch immer ausgeprägten Führung zu erkennen, wenigstens bis zu einem gewissen Ausmass, gleichzeitig erkennt man aber auch deutlich das starke Verlangen nach Individualität, welches gerade heutzutage die bestehenden Gesellschaftsordnungen immer mehr überfordert, natürlich auch aus dem Grund, da auf dieses Verlangen nicht ausreichend eingegangen wird.

Ebenso als zumindest bedenkenswert erachte ich die Frage, wie sich eine positive Anarchie**** auf zum Beispiel die Wirtschaft oder die Wissenschaft auswirken wird - sind die Ideen dieses Zusammenlebens damit so zu vereinbaren, dass uns damit kein Nachteil entsteht?

Eine Gesellschaftsform der grösstmöglichsten Induvidualität:
Ein interessanter Gedanke hierzu könnte sein, ob der Mensch unter Umständen doch mehr auf Eigenverantwortung in Richtung der Idee einer positiven Anarchie**** aus ist, dass dieses Grundprinzip dem Urwesen des Menschen mehr entspricht als eine Unterordnung in einer (zu)grossen Gruppe - oder dass dies zumindest heutzutage so ist, dass dies der Schritt in der Evolution sein könnte, den wir Menschen zu machen haben, um nicht nur zu überleben sondern uns auch als intelligente Zivilisation so weiterzuentwickeln, dass wir unserer Verantwortung gegenüber der Biosphäre der Erde als auch uns selbst gerecht werden können.
Für mich sprechen die gegenwärtigen Gesellschaftsformen eher eine Sprache des immer Gleichen in einem neuen Gewand, es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, dass die Menschheit bestimmt ist durch Herrscher und Beherrschte, durch Reiche und Arme, durch Wissende und Unwissende: Kurz, im Prinzip hat sich seit der Zeit, wo der Mensch in immer grösseren Gruppen, in der sogenannten Zivilisation lebte, nichts verändert - immer in Bezug zu unserem Grundverhalten.
Auch die durchaus für sich gesehen zahlreichen positiven Aspekte, die diese Lebensgemeinschaft der Zivilisation herausgeformt hat, sind in meinen Augen lediglich Strategien, das bisherige Verhaltenssystem des Menschen zu erhalten und zu verteidigen - man könnte vielleicht auch von einer Strategie der Zugeständnisse im Tausch für die Akzeptanz des Bisherigen sprechen.
Und das gefährlichste, bedrohlichste hierin finde ich, dass dies alles nur auf sehr unbewusster Ebene abläuft - sowohl diejenigen Menschen, die das Bisherige repräsentieren und durchsetzen, als auch diejenigen, die sich einfach danach richten, sind sich dessen nicht bewusst.

Eine Gesellschaftsform nach den Prinzipien der positiven Anarchie****, nach dem vielleicht sehr negativ klingendem Egoismus und Selbstständigkeitsprinzip im Sinne eines Hedonismus, hätte unter anderem einige weitreichende Vorteile für alle daran Beteiligte - wäre also gar nicht negativ. Ich meine hier vor allem, dass dadurch, dass auf das Individuelle gesetzt wird, viele Konfliktsituationen erst gar nicht mehr entstehen oder massiv verringert auftreten: Bedingt durch das Recht, dass sich jeder Mensch nach seinen Möglichkeiten frei entfalten kann, ohne von irgendjemandem oder einer Institution daran gehindert zu werden, erhöht sich die Zufriedenheit eines jeden Menschen mit sich selbst als auch mit seinen Mitmenschen und macht damit gleichzeitig die Anwendung von Gewalt und Ungerechtigkeit jeder Art zu dem was es sein sollte: Überflüssig und sinnlos, und damit nicht mehr existent.



Anpassung - Veränderung


Wer oder Was hindert uns daran, uns bestmöglichst anzupassen?: Es hindert uns Niemand und Nichts daran, ausser wir selbst!
In allen Bereichen von unserem Verhalten und Zusammenleben, lässt sich eine bestmögliche Anpassung nur dann wirkungsvoll und umfassend umsetzen, wenn möglichst viele Individuen ihr Ur-Misstrauen im Umgang mit ihren Mitmenschen ablegen, und zur Einsicht gelangen, dass es so einfach sein kann Konflikte, Probleme zu lösen wenn man für sich selbst klar wird, dass der andere genauso diese Hoffnung hat und mitnichten irgend etwas anderes im Sinne hat.
Womöglich blockieren wir uns bei diesem Aspekt, dem Ur-Misstrauen, selbst: Jedes Individuum meint zu wissen, dass die anderen, die Mitmenschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit etwas tun, was einem selbst schadet, und so verhält und denkt sich jeder gegen jeden, keiner Traut dem anderen.
Ein Verhalten, welches uns einst in der Vergangenheit das Überleben sicherte, und uns heute mehr denn je an einer angemessenen Weiterentwicklung hindert, als uns schlimmsten Falls auch einer Selbstzerstörung näher bringt. Ich spreche hier von einem Misstrauen gegenüber anderen Individuen, wir können(Oder wollen wir?) nicht neutral entscheiden(Sprich, wir wissen zwar, dass diese oder jene Anpassung nötig wäre, werden aber von unserem eigenen Misstrauen quasi überstimmt, und gegenüber uns selbst sind wir immer noch am meisten hörig - Stichwort Selbsterhaltungstrieb/Überleben) - je stärker desto weniger verwandt diese mit uns selbst sind.
Dies könnte uns daran hindern alle Verhaltensweisen bestmöglichst anzupassen, da wir Angst haben, dass der andere sich nicht daran hält und uns so womöglich ein Nachteil entstehen kann.
Dem ist die Einsicht, dass ein jeder Mensch von seinen Grundbedürfnissen her genau das selbe möchte, nämlich zu Leben und zwar sein möglichst individuelles Leben zu verwirklichen und nicht etwa dem anderen "böses" antun, entgegenzustellen.
Das "Böse", ist nicht real, es ist nicht etwas was uns bestimmt und beherrscht - wir selbst haben dieses "Böse" als imaginäre Wirklichkeit erschaffen, wir sind frei und fähig dies jederzeit zu ändern.
Diesen Kreislauf der ewigen Selbstblockade hinsichtlich unserer wahren Möglichkeiten unserer evolutionären Weiterentwicklung, gilt es zu durchbrechen und zu beenden.
Gerade auch aus dem Grund, da die derzeitige Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, die Demokratie und die soziale Marktwirtschaft, immer mehr an negativem Einfluss auf die vorhin geschilderte Selbstblockade nehmen und uns womöglich auf einen Zustand hin formen, den wir irgendwann nicht mehr beherrschen und verändern können:
Damit wäre dann das grosse Risiko einer sogenannten Zivilisation, einer intelligenten Lebensgemeinschaft, sich eher selbst zu zerstören als sich anzupassen, eher kurz als lang zu existieren, angesprochen - das Los von jedem hochentwickeltem, intelligentem Leben wie uns Menschen.
Dieses Los besagt jedoch nicht nur dieses Risiko, es beton zugleich eine enorme Chance und Verantwortung von jeglichem intelligentem Leben, die Möglichkeit die es dazu befähigt, sich wahrlich intelligent zu Verhalten, die Chance, Erkenntnisse und Wissen zu erlangen und vieles mehr.
Dies alles macht den Menschen innerhalb der Biosphäre der Erde nicht zu etwas wie eine Krone der Schöpfung, gibt ihm nicht das Recht alles auszubeuten und zu besitzen, zu beherrschen - es macht ihn aber zu der einzigartigen Lebensform der Biosphäre der Erde, die als eine Art von Botschafter, einem Vertreter und Anwalt dessen bezeichnet werden kann.
Berücksichtigt man diese Idee, hat man bereits einen Sinn im Leben des Menschen erkannt(Inmitten eines Universums, dessen Natur keinerlei solchem Sinn sein eigen nennt), einen Sinn den wir uns aber selbst geben oder finden müssen und uns schlussendlich zu unserem auch ganz persönlichen, individuellen Glück führen kann.



Themen und Aussagen einer neuen Leitlinie


Entscheidungsfindung, Wissen:
Das nutzen von Schwarmintelligenz***, sprich zum Wohle und Nutzen der Gemeinschaft, als auch der gesamten Biosphäre der Erde, alle Individuen an Entscheidungsfindungen zu beteiligen (Nur durch das verarbeiten und berücksichtigen von allen verfügbaren Informationen/Meinungen ist gewährleistet, dass man die beste verfügbare Option ausfindig machen und umsetzen kann).
"Nebenbei" gesagt, ergibt sich daraus auch eine allgemeine bessere Stimmung und Vorstellung eines jeden Individuum über das andere und alle zusammen, es sorgt fast schon automatisch für ein Zusammensein, in dem gegenseitige Anerkennung, Akzeptanz und Empathie für eine bestmögliche, friedliche Koexistenz sorgen.
Eine abgespeckte Form von Schwarmintelligenz*** ist übrigens bereits im Einsatz: Direkte Demokratie, Volksabstimmungen, Bürgerversammlungen sind da die wohl bekanntesten davon - sie alle berücksichtigen bereits, wenn auch längst nicht in vollem Umfang, die Prinzipien der Schwarmintelligenz***.


Arbeit und Wirtschaft:
Sollten sich nach dem hedonistischen Grundprinzip* richten, es darf und muss auch kein Zwang mehr herrschen, das Ziel ist es, aus seinem Leben und seinen Fähigkeiten, das jeweils beste zu machen - denn wir hätten bereits aktuell die Möglichkeit ohne Probleme alle Menschen zu versorgen oder sich selbst versorgen zu können, wenn wir es nur wollten. Daraus ergibt sich die Ungeheuerlichkeit, dass alle Menschen, die heute an Hunger und sonstigen fundamentalen Bedürfnissen leiden und sterben, einer direkte Folge unseres Verhaltens zum Opfer fallen: Wir könnten (Dafür sorgen das Niemand leidet oder stirbt wegen fehlender Nahrung, Wasser usw.), wollen und/oder tun es aber nicht!
Neben diesem Fakt des nicht Wollens, erscheint mir auch folgende Forderung an eine zukünftige, angepasste Wirtschaft als dringend notwendig: Das Wirtschaftssystem muss zumindest auf Vernunft, Tatsächliche Nachfrage und Verhältnismässigkeit basieren, nicht auf die Produktion von aberwitzigem Überschuss und Gewinn zugunsten einigen Privilegierten, und damit Unmengen an Waren, die auf Kosten unserer Umwelt der Gegenwart als auch der Zukunft produziert werden, sprich also auf Kosten der grossen Allgemeinheit.
Würden diese Grundsätze berücksichtigt und umgesetzt, hätten wir automatisch genug Ressourcen, um wie etwas weiter oben angesprochen, alle Menschen auf der Erde versorgen zu können, ohne unsere Umwelt zu gefährden.
Es darf keine eklatante Ungleichheit, wie sie es heutzutage immer mehr gibt, mehr geben - was nicht bedeuten soll, dass jeder Mensch genau das gleiche besitzen, das gleiche machen soll, sondern im Kern geht es hier um das Recht, welches von niemandem gegeben noch genommen werden kann, zu Leben: Und dazu gehört vor allem und unabänderlich die Existenzsicherung wie Nahrung und Wasser für alle.

Mensch und Biosphäre Erde:
"Vernunftgeleiteter" Umgang des Menschen mit der Biosphäre der Erde, nach den Prinzipien des Hedonismus* soll auch die gesamte Biosphäre der Erde, also alles Leben, Pflanzen und natürliche Ressourcen durch den Menschen behandelt werden. Dies nicht zu tun wäre nicht hedonistisch, und auch nicht aus der Sicht unseres Grundverhaltens konsequent: Wir handeln und Leben aus Eigennutz, "positiv" egoistisch - wir brauchen(Und zwar sowohl im Hier und Jetzt, als auch in der Zukunft), wir sind Teil der ganzen Umwelt, die eine Biosphäre, und zwar in dem Zustand, dass alles Leben auch in der Zukunft noch einen Nutzen für sich daraus ziehen kann.
Darum ist Umweltschutz und Nachhaltigkeit, zukunftsorientiertes Denken und Handeln eine Grundvoraussetzung für den Fortbestand sowohl unserer menschlichen Zivilisation, als auch für die weitere Existenz der Biosphäre der Erde insgesamt.
Es darf nicht so sein, dass diese Fragen, diese Aspekte wie bisher als unter ferner liefen behandelt werden, sondern es muss uns klar sein und werden, dass diese Fragen(Wie wir sie stellen, angehen und beantworten) über unser aller Sein oder Nichtsein entscheiden werden - wenn nicht Heute oder Morgen, dann doch in der Zukunft.

Das Leben:

Jeder Mensch "hat"(und zwar von keinem Staat, von keiner Religion, sondern die reine Existenz bedingt dies) das Recht auf Leben, und zwar egal wo, solange die Grundprinzipien der hedonistischen Lebensweise* beachtet werden. Daraus ergibt sich für mich ebenso, das mit nichts zu begründende Recht des Staates oder irgendeiner Institution, Menschen durch die Vergabe eines Passes und ähnlichen Dingen an sie, ich nenne es mal "Staatsangehörigkeitspflicht", erst zu einem "vollwertigen Menschen" zu machen. Dies mag übertrieben klingen, aber beschreibt doch die Realität: Besitzt ein Mensch keinen Pass, so hat er vorsichtig ausgedrückt doch erhebliche Einschränkungen zu befürchten(Abschiebung), in seinem Recht zu Leben - ganz so, als ob es jemanden gäbe, der über die Existenz eines Menschen verfügen und ihn danach bewerten könnte, als ob jemand besser, berechtigter sein könnte als jemand anders.
Darum: Ein Mensch, natürlich wie auch jede andere Lebensform auf unserer Erde, bringt das Recht zu Leben mit seiner Geburt mit(Und so verwirrend es auch sein mag: Das Recht gab ihm niemand, es ist einfach da mit dem Ereignis seiner Geburt), und das ist untrennbar mit ihm verbunden, und ist mit der Praxis der Abschiebungen als auch mit der Entscheidung und Verfügungsgewalt über sein Leben(Zum Beispiel bei der Anwendung von Todesstrafe, aber auch bei der Sterbehilfe) absolut nicht zu vereinbaren.




Staat - Institution - "Macht" und Durchsetzung von Leitlinien


Der Staat/Institution:
Die Grundfrage ist, braucht es überhaupt irgendeine Form von Staat, von Organisation für das Zusammenleben der Menschen, oder ist eine Form von positiver Anarchie**** die bessere Lösung?
Daraus ergibt sich auch die berechtigte Frage, braucht es für eine Gesellschaftsordnung eine Kraft, eine Art von Kontrolle über die Einhaltung der Leitlinien?
Der Staat sollte als reine Aufsicht und Organisationsinstitution wirken können und müssen, denn ich komme bis jetzt noch auf keine andere Lösung, als das der Staat oder eben eine dementsprechende Institution vonnöten ist, um mit Sicherheit am Beginn als auch während des Prozesses einer Veränderung der Gesellschaftsform zu gewährleisten.

Ich sehe hierbei eine schwierige Frage: Gerade im Hinblick auf die ausufernden Verhaltensweisen des absoluten Kapitalismus, der Macht des Geldes, der virtuellen Gewinnmaximierung durch immer weniger Individuen, und der auch auf lange Sicht nicht ersichtlichen positiven Veränderung dessen, sowie die immer rasanter zunehmende Ungleichheit und Existenzgefährdung von immer mehr Individuen, ist eine vernünftige, zeitnahe Entscheidung vonnöten - ich komme nicht umhin einzugestehen, dass hier der Staat befugt, ja sogar verpflichtet und auch in der Lage wäre, seine Macht dementsprechend auszuüben, zum Wohle aller und nicht nur einzelner Individuen.
Unter diesen Voraussetzungen wäre eine gewisse Art von zentraler Aufsicht seitens einer Institution, des Staates vorstell und begründbar:
Andererseits haben wir damit wieder eine Problematik, wo mit Macht, mit Zwang, Gewalt, sprich Gesetzen gearbeitet wird - auch wenn man es schönreden könnte, indem man sagt, es geschieht ja für die neue, bessere Gesellschaftsform - aber genau dies soll nicht mehr so sein.
Man kann nicht mit etwas "bösem" das "Gute" hervorbringen, ohne Gefahr zu laufen, den wohlbekannten Nebenwirkungen ausgesetzt zu sein - ein Kreislauf, den wir Menschen endlich zu durchbrechen in der Lage sein sollten, bevor ein neuer Versuch von der Einführung einer neuen Gesellschaftsform erneut in Angriff genommen wird ohne zu scheitern.
Der Staat, oder eine Institution als Aufsicht der Menschen könnte in der Zukunft, wenn es denn eine neue Gesellschaftsform nach den Prinzipien des Hedonismus geben würde, überflüssig werden - Stichwort dazu Selbstregulation, und daher wäre eine zentrale Macht als auch Aufsichtsorganisation entbehrlich.
Genauso überflüssig wie unsinnig wären dann auch Grenzen, zumal Staatsgrenzen (Sie sind auch Heute schon eine schlechte Reaktion auf unseren unbewussten Unwillen, anderen Individuen, als auch Gruppen, genau so wie uns selbst zu vertrauen. Anstatt sich dieser Problematik zu stellen, stecken wir immer öfters den Kopf in den Sand und grenzen uns gegenseitig immer mehr ab: Die Folgen kann jeder, wenn er es denn will, täglich in den Nachrichten aus aller Welt sehen).

Staat - Staatsmacht:
Hergeleitet aus den Überlegungen und Voraussetzungen für eine weitere notwendige Existenz, besser gesagt Nutzungsberechtigung einer Institution wie ein Staat, ergibt sich auch die folgende Problematik:
Militär und Polizei und ähnliche Organisationen: Sind abzuschaffen oder zumindest umfassend anzupassen, um Auswirkungen von Macht, Sonderstellung und Missbrauch zu vermeiden.
Abschaffung von (Staats)Grenzen die sich auf eine imaginäre Institution berufen, vor allem der aus ihnen abgeleiteten sehr realen Macht und Gewaltausübung und Verursachung:
Eine solche Staats-Grenze widerspricht dem Menschenrecht sich frei Bewegen zu dürfen und vor allem ganz besonders dem Menschenrecht, sich vor einer wie auch immer gearteten Gefahrensituation für Leib und Leben in Sicherheit zu bringen: Gerade in solchen Situationen ist es fundamental unmenschlich und eine Schande für unser angeblich so zivilisierte Welt, dass man Flüchtlinge, vor was und wem auch immer sie flüchten mit sehr realen Grenzen, sprich Mauern und Zäune daran hindert ihr ureigenes Menschenrecht wahrzunehmen. Und auch wenn Flüchtlinge erst mal diese ersten äusseren Grenzen eines beliebigen Staates überwunden haben, werden sie, man kann es einfach nicht anders bezeichnen, wie Kriminelle behandelt, und in sogenannten Lagern gehalten die nichts anderes als Gefängnisse darstellen, zumal sie in vielen Fällen auch noch von bewaffneten Staatsvertretern regelrecht bewacht werden (Man stelle sich nur mal vor, was dies für die Flüchtlinge bedeutet, die entweder vor eben solchen Staatsvertretern ihrer Heimat geflohen sind oder und spätestens auf der Flucht mit ihnen in Berührung kamen).
Ich frage mich, wie man Menschen, die nichts weiter getan haben als ihr ureigenes Menschenrecht auf Leben wahrzunehmen, so behandeln kann, nachdem sie in den allermeisten Fällen bereits auf ihrer Flucht aus ihrer Heimat auf die Hilfe von "echten Kriminellen" angewiesen waren - bedingt wiederum in den allermeisten Fällen durch das Verhalten und Handeln unserer zivilisierten Welt.
Man sollte sich einfach mal die einfache Frage stellen, was man als Mensch, der von einer Gefahr bedroht wird, selbst tun würde, und was man dann in einer solchen Situation über eine solche reale Grenze denken würde, die einem daran hindert sich in Sicherheit zu bringen.
Und ausserdem stellt sich für mich die Frage, warum man einen Flüchtling mit Methoden der "Staats-Gewalt" bewachen und behandeln muss, was haben in einer Situation, wo Menschen als Flüchtlinge, oder als einfach Reisende auftreten, Waffen und Gefängnisse und dergleichen zu suchen?
Dabei immer zu bedenken ist - eine solche Staats-Grenze beruft sich lediglich auf eine imaginäre Berechtigung, eine imaginäre Macht und Ursache einer Institution wie ein Staat, aus der sich aber sehr reale Wirkungen auf die betroffenen Menschen ergeben.
Es darf nicht sein, dass eine solche imaginäre Staats-Grenze, einem Menschen vorschreibt, dass er, aber andere schon, sie nicht überschreiten darf und dies auch noch mit allen Mitteln durchgesetzt wird - Siehe unter anderem bei der "Antwort" der Staaten bei der Frage, wie man mit Flüchtlingen, Hilfesuchenden umgeht.
Grenzen im Sinne von Staats-Grenzen repräsentieren eine Abschottungshaltung gegenüber allen anderen Individuen und Staaten und fördern einen "negativen Egoismus" in allen Bereichen, sie sind der Garant für ein Gesellschaftssystem, welches auf der Basis von Leben auf Kosten anderer und der Umwelt aufgebaut ist:
Eine negativ herausragende Folge dieses Gesellschaftssystems ist unter anderem die vor allem aktuell sehr schnell voranschreitende, sehr realen Abschottungsbemühungen der europäischen Union, Gebietsweise sogar mit einem real existierenden Grenzzaun und einer Politik, die grundlegende Menschenrechte und sogar Menschenleben nicht nur in Gefahr bringt, sondern sie immer öfter auch, wenn auch bislang "nur" indirekt, auslöscht.
Doch es steht zweifelsfrei fest, gäbe es diese Grenzen und deren Folgen nicht, würden Menschen die als Flüchtlinge, als Hilfesuchende ihre Heimat verlassen und ihr Leben woanders leben wollen, nicht dazu gezwungen sein auf lebensgefährlichen Reisen ihr Ziel zu erreichen - dass sie dies tun, liegt alleine an dem System der Staats-Grenzen.
Würde dieses nicht bestehen, oder dementsprechend angepasst bestehen, hätte man mit wenig Aufwand die reale Chance, das unsägliche Leid dieser Menschen und die daraus resultierende Kriminalität(Stichwort Schleuser, Fluchthelfer gegen Bezahlung) zu verhindern.
Und hier stelle ich die Frage, ob sich eine formal indirekte Verantwortung für das leiden und sterben von diesen Menschen, nicht in eine direkte Ursache dessen wandelt:
Als alleiniges oberstes Ziel einer verantwortungsvollen und vernünftigen Politik, sowohl bezüglich der eigenen Gruppe als auch aller anderen Gruppen, sollte das bestmögliche Vermeiden von Leid und Tod so vieler Menschen wie möglich sein.
Solche Staats-Grenzen sind in meinen Augen im Grunde nichts anderes, als ein Überbleibsel aus der menschlichen Vergangenheit, aus Zeiten wo es sowohl üblich, als aber vor allem auch überlebensnotwendig war, dass man sich als Gruppe gegenüber den anderen, den Fremden, schützen musste - dadurch ergaben sich auch die ersten Grenzen, als auch alle folgenden Konflikte.
Dieses System und dessen "Nebenwirkungen" hat sich, obwohl wir heute ganz andere Voraussetzungen haben, bis heute erhalten, nur das die Gruppen immer grösser geworden sind.
Es ist auch eine weitere Ursache dafür, dass die Menschen es bisher nicht geschafft haben, ihr "Ur-Misstrauen" im Umgang miteinander zu überwinden, es unterstützt sogar das Weiterbestehen dieses "Ur-Misstrauens".
Abschaffung von Geheimdiensten oder allen dementsprechenden Organisationen und deren Macht:
Die Existenzberechtigung solcher Organisationen wird abgeleitet aus einer imaginären, nicht bestehenden Verpflichtung auf Gehorsam und Gehörigkeit gegenüber einer herrschenden (imaginären!) Institution wie ein Staat oder ähnlichem:
Geheimdienste und ähnliche Organisationen geben vor, im Sinne und für das Wohl der Gemeinschaft, für das Volk zu agieren.
Wenn sie denn wirklich für unser aller Wohl arbeiten, warum dann im geheimen? Wenn es etwas für und im Sinne der Gemeinschaft ist, was sie tun, dann dürfte diese Frage doch berechtigt sein.
Stattdessen sind sie lediglich ein Garant, eine Stütze für ein machthabendes, herrschendes System und stellen eine akute Gefahr für eine friedliche Gemeinschaft von Menschen dar.
Vermeiden von Geheimnistuerei in allen Institutionen wie Staat, Politik:
Der Staat oder ähnliches ist keine reale Person, keine reales Etwas: Ein sich beziehen auf den Staat bei jeglichem handeln ist gleichzusetzen mit einem sich identifizieren, oder sich unterwerfen einer imaginären, letztendlichen und umfassenden Wahrheit - ein von niemandem beweisbaren Allwissenden Etwas wie auch Religionen es sind. Es ist ein Etwas, welches absolut unangreifbar, unhinterfragbar ist, kurz ein Dogma: Wie gesagt ein imaginäres Etwas, geschaffen nicht von höheren Mächten oder dergleichen, sondern geschaffen aus Vorstellungen, Wünschen, und Begehrlichkeiten von Menschen aus Fleisch und Blut, und damit weit entfernt von irgendwelchen absoluten Wahrheiten und Unfehlbarkeiten.



Umsetzung


Die Einführung(Einer neuen Gesellschaftsform):
Hier haben wir zu bedenken: Es sollte nicht nach dem Prinzip von oben nach unten(Also Staat - Volk), sondern am besten von unten nach oben(Also Volk - Staat) stattfinden. Dies hat leider den Nachteil einer womöglich sehr langen Zeitperiode bis zur Umsetzung, aber auch den Vorteil, dass hierdurch die Idee langsam, in kleinen Schritten und durch Einsicht und Verständnis durch die Individuen, Gestalt annehmen kann. Trotzdem sollte man Überlegungen darüber anstellen, ob es eine Methode zur Einführung einer neuen Gesellschaftsform geben könnte, welche eine relativ zeitnahe Umsetzung ermöglicht (vielleicht in Teilbereichen, damit eine Perspektive absehbar ist), wie etwa auch die Möglichkeit, aus unserem gegenwärtigen Gesellschaftssystem heraus aufzubauen.
Nur müsste dies besser Heute als Morgen geschehen und vor allem auch die Tatsache berücksichtigen, dass jeder Mensch eine Perspektive braucht, man muss sehen, fühlen und erleben können, dass sich etwas in die richtige Richtung(Zugegeben, der Begriff lässt sich vieldeutig lesen: gemeint ist hier der Weg zu einer Gesellschaft mit hedonistischen Prinzipien*) tut.
Ansonsten werden wir weiterhin auf eine Situation, einen Zustand der Gesellschaft hinsteuern, indem Extremismus jeglicher Art zunimmt und die Oberhand gewinnt.

Umsetzung(Einer neuen Gesellschaftsform):
Die Frage ist zu stellen, wie, mit welchen Mitteln und Wegen eine alternative Gesellschaftsform aus den Überlegungen und Ideen hinaus in die Realität umgesetzt werden kann und sollte:
Zu berücksichtigen ist dabei einerseits das Wie - wie kann man eine alternative Gesellschaftsform aus einer bestehenden Gesellschaftsordnung heraus so bilden, dass man die Fehler vergangener Alternativmodelle vermeidet, und andererseits mit welchen Mitteln stellt man sicher, dass die neuen Leitlinien einer alternativen Gesellschaftsordnung bestand haben, ohne gegen dieselben zu verstossen.
Damit wäre man bei der Frage über das Für oder Wider der Notwendigkeit eines Staates, oder einer ähnlichen Organisation, angelangt.Oder auch anders ausgedrückt wie man es am besten anstellen könnte, die Leitlinien einer etwaigen neuen Gesellschaftsordnung in die Realität umzusetzen, und dafür zu sorgen, dass sie Bestand haben.
Solange die Menschen sich nicht von ihrem Verhalten des Ur-Misstrauens befreien können, denke ich dass die Antwort nur "Für" die Notwendigkeit eines Staates oder ähnlichem lauten kann.
Hätten wir dieses Verhalten jedoch überwunden, dann wäre die Antwort mit Sicherheit mit einem "Wider" der Notwendigkeit eines Staates oder ähnlichem zu beantworten. Dann wäre die beste Lösung, eine Gesellschaft über eine Selbstregulation, wie zum Beispiel nach den Prinzipien des Hedonismus*, zu organisieren.

Gerichte, Gefängnisse/Freiheitsentzug, Ahndung von Verstössen gegen Leitlinien:
Auch diese Thematik bedarf einer umfassenden Neuorientierung, sowohl, falls nötig, das Strafmass als auch wer und wie über jemanden "richtet":
Eine Bestrafung oder Strafe erfolgt nicht aus Rache sondern mit dem Ziel, dass der/die Straftäter/in aus den Fehlern lernt und wieder in die Gesellschaft integriert werden kann(Siehe Punkt fünf).
Das schlussendliche Ziel einer Strafordnung soll im Erreichen eines Zustandes der Gesellschaft sein, indem sie(Die Strafordnung) sich selbst überflüssig gemacht hat.
Höchststrafen:
Eine Todesstrafe darf es nicht geben:
Dies würde den Vorstellungen der "Verfügungshoheit" in allen Belangen eines Menschen widersprechen (Siehe "Das Leben"), welche besagt, dass ausnahmslos kein Individuum das Recht dazu besitzt, über das Leben eines anderen Individuums zu entscheiden oder zu verfügen. Ausserdem würde man mit einer Todesstrafe auch nicht dem Ziel einer Strafordnung (Siehe Punkt eins) gerecht werden und lediglich einem sehr kurzfristigen und zweifelhaften Vorteil (Rache) den Vorrang geben.
Als absolute Höchststrafe, im Falle von nicht zu veränderbaren Straftäter/innen und falls absehbar eine Gefährdung der Gesellschaft ansonsten nicht ausgeschlossen werden kann, ist ein lebenslanger Freiheitsentzug anzuwenden.
Bei der Verbrechensbekämpfung, bei der Lösung von begangenen Straftaten als auch bei deren Verhinderung, sind jegliche Formen der Gewalt, wie jegliche Art von Folter(Psychisch wie physisch), zu vermeiden.
Bei der Festlegung des Strafmasses, sind die Ziele einer Bestrafung zu berücksichtigen(Siehe Punkt eins) und daher unrealistische, lange Strafen von Freiheitsentzug zu vermeiden: Die möglichst baldige Wiedereingliederung hat sowohl für die Gesellschaft, als auch für den/die Straftäter/in Vorteile und ist bei zu langen Strafen unter Umständen sogar so gut wie unmöglich zu bewerkstelligen.
Eine Institution wie ein Gericht oder ähnliches, die die Aufgabe hat Straftaten, Verbrechen und Verstösse gegen Leitlinien aufzuklären und zu ahnden, ist so zu besetzen, dass eine grösstmöglichste Neutralität und Unabhängigkeit in dessen Arbeit gewährleistet ist und auch bestehen bleibt.

Waffen, Armeen, Verteidigung:
Eine sehr wichtige Frage wäre, ob es möglich ist, in einer neuen alternativen Gesellschaftsordnung ohne direkte als auch indirekte Gewalt auf allen Ebenen des Zusammenlebens auszukommen - sprich ohne Waffen, Armeen, Polizei. Das dürfte jedoch schwierig werden, da man sich dieser Materie zwar annehmen sollte, dies aber auf vernünftige Art und Weise zu tun, immer darauf achtend, dass wir seit jeher in unserer menschlichen Geschichte eine Möglichkeit brauchten um uns zu verteidigen, und zwar durchaus auf Leben und Tod - dies zumindest viel, viel früher. Heute könnte man dies durchaus modifizieren, und ein Recht auf reine Verteidigung bei einer Bedrohungssituation des eigenen Lebens(Selbstverteidigung) daraus machen, etwa so in die Richtung von Nicht-Angriffs Strategien, allerdings viel weitergehend, indem jegliche bewaffnete Gruppen wie Armeen nicht erlaubt und erwünscht sind.
Dies würde eine Beschränkung des Rechts auf Verteidigung auf ein einzelnes Individuum bedeuten, jedoch das Risiko eines missbräuchlichen Angriff-Krieges durch eine Gruppe von Individuen wie Armeen ausschliessen.
Auch wenn es klar ist, dass es eine umfassende Verminderung von Gewalt jeglicher Art erst geben kann, wenn wir unser Verhalten insgesamt bereits in die Richtung einer hedonistischen Gesellschaftsordnung entwickelt haben, müssen wir bereits jetzt damit beginnen, uns auf den Weg dorthin zu machen.
Eine Frage, die in meinen Augen nicht abschliessend und klar und vor allem schwieriger als gedacht zu beantworten ist, ist die Frage ob wir Menschen uns dahingehend entwickeln sollen, dass wir Gewalt jeglicher Art, sowohl in der Vorstellung als auch in der Realität, aus unserem Leben ausschliessen können?
Ich sehe da durchaus eine gewisse Problematik in dem Falle, dass wir als Menschheit, auch wenn es heutzutage noch als reine Utopie zu gelten hat, eines Tages jeglicher Gewalt entsagt haben, damit jedoch auch unter Umständen uns die Fähigkeit genommen haben, sich gegebenenfalls verteidigen zu können.
Allerdings lässt sich diese Problematik nur begründen, wenn angenommen wird, dass es in einer fernen Zukunft eine Menschheit geben wird, welche nach den Prinzipien einer hedonistischen Gesellschaftsordnung* lebt und somit lediglich der Gefahr eines Angriffes, einer Bedrohung von Aussen ausgesetzt sein kann: Eine Gefahr von Innen, kann es bei einem konsequent gelebten Hedonismus* oder ähnlichem, nicht mehr geben.
Klammert man diese theoretisch mögliche Problematik aber aus, sollte man einen totalen Gewaltverzicht in allen Bereichen, als angestrebten Zustand in der Gesellschaft anvisieren.
Neben der Verhaltensart der Menschen, sich bewusst und unbewusst jederzeit zu misstrauen(Siehe Ur-Misstrauen), birgt auch jede Form der angewandten (als auch der imaginären, vorgestellten?) Gewalt das Potenzial, uns selbst zu schaden, ist ein weiterer Grund dafür, dass wir uns selber an unserer Entwicklung, an unserer Anpassung hindern.



Stichworte für eine neue Leitlinie


Grösstmöglichste individuelle Freiheit in allen Bereichen.

Gleichstellung - Vermeiden von Ungleichheit:
Gleichstellung, Gleichberechtigung aller Menschen in allen Belangen, deren Bedürfnissen und Begehren unter Berücksichtigung der hedonistischen Prinzipien* oder dementsprechenden Verhaltensregeln.

Trennung von Staat und Religion als auch Weltanschauungen. Trennung insofern, dass sich weder ein Staat, eine Religion oder Weltanschauung, einen einseitigen Vorteil als auch keine einseitige Macht erlauben darf.

Trennung von Staat und Wirtschaft. Trennung insofern, dass sich weder der Staat, noch die Wirtschaft, einen einseitigen Vorteil als auch keine einseitige Macht erlauben darf.


Analyse der gegenwärtigen Demokratie/Marktwirtschaft hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit

Ein Versuch, ausgehend von unserem gegenwärtigen Gesellschaftsmodell, eine neue, eine angepasste Form zu finden.
Demokratie "Soziale Marktwirtschaft"

Situation/Status


Ziel/Sinn/Antriebskraft
Status:
Problematik
Anpassung

Geld, Macht, Besitz, Gewinnstreben, Profitstreben, Leben auf Kosten anderer, Misstrauen
Ungleichheit, Unruhen, Extremismus, System zerstört sich selbst
Leitlinien des Hedonismus*
Grundversorgung
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Alle/ Alle die Arbeit, Geld und Macht haben
Unzufriedenheit, psychischer Druck, Angst, Extremismus, Unruhen
Arbeit(en) zu müssen neu definieren, siehe individuelle Selbstverwirklichung, verbunden mit einer garantierten Existenzsicherung/Grundeinkommen
Medizin, Gesundheit
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Alle/ Alle die Geld und Macht haben
Unzufriedenheit, Angst, Extremismus, Unruhen
Grosszügige, umfassende Grundversorgung muss für alle ohne wenn und aber und unabhängig von Geld und Macht verfügbar sein
Kultur, Wissenschaft
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Alle/ Alle die Geld und Macht haben
Beschränkung von Wissen/Bildung, Informationsgewinnung
Schwarmintelligenz - Möglichst alle Menschen miteinbeziehen, je mehr Infos desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas positives erreicht, Antworten findet
Meinungsfreiheit, Information
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Ja/bedroht
Unvollständige Informationen, Beeinflussung, Ausnutzung
Auch hier kann das Gesetz der Schwarmintelligenz herangezogen werden, lieber zu viel als zu wenig Informationen("Zensur" oder Auswahl soll jeder selbst treffen), Sicherstellung von unabhängigen Nachrichtenagenturen/Radiostationen/Fernsehsender/Zeitungen möglichst ohne Zwang über "öffentlich rechtlichen Rundfunk"(Risiko der Beeinflussung durch Staat, Institutionen, Interessengruppen)
Gleichstellung Mann - Frau
Status: Theoretisch/Praktisch
Anpassung

?/Nein
Umsetzen, ohne Quoten und Zwang, sollte selbstverständlich sein
Glauben, Religion, Weltanschauung
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Ja/Nein
Quelle für Angst, Extremismus, Unruhen
Privatangelegenheit, damit ist erheblicher Zündstoff für Unruhe, Gewalt und sogar Krieg beseitigt oder wenigstens gemindert
Trennung Staat-Religion
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Ja/Nein
Quelle für Angst, Extremismus, Unruhen
Trennung in der Realität konsequent umsetzen
Individuelle Verwirklichung/Arbeit
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Ja/Alle die Geld und Macht haben
Unzufriedenheit,psychischer Druck, Angst, Extremismus, Unruhen
Jeder darf/soll seinem Selbst entsprechen, das tun was ihm liegt und entspricht
Bevormundung, Verfügung
(Über sich Selbst und seinen Körper)
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik



Anpassung



Staat/Gesetze, Militär(Verfügung über das Leben), Gesundheit(Medizin, Drogen), Gerichte(Gefängnisse, Strafen)
Ungerechte (angewandte) Steuerpflicht, Sozialversicherung und Krankenkassenpflicht, Staatsangehörigkeitspflicht
Staatsgewalt/Gesetze auf Minimum beschränken, Abschaffung jeglicher Pflicht oder Zwang betreffend für etwas(Wie "Vaterland", "Ehre") sein Leben gefährden oder opfern zu müssen, Steuerpflicht - falls noch nötig - ohne wenn und aber dem Einkommen oder der realen Möglichkeiten jedes Einzelnen anpassen, Sozial und Krankenkassenpflicht streichen - die Grundversorgung ist ja(Siehe Medizin/Gesundheit) gesichert, Staatsangehörigkeitspflicht/Abschiebungen abschaffen(siehe das Leben)
Entscheidungs- weg, findung
Status: Theoretisch/Praktisch
Problematik
Anpassung

Von oben(Staat) nach unten(Volk)
Unzufriedenheit, Desinteresse, Abhängigkeit, Ausgeliefertsein
Von allen für alle
Einführung einer "direkten Demokratie", einer Politik/Entscheidungsfindung der kurzen Wege und des Wissens, dass man als Einzelner in der Entscheidungsfindung auch gefragt und erwünscht ist, unter Teilhabe aller interessierter Menschen(Siehe Schwarmintelligenz)


Links/Bücher:

(Internet)
Auf dieser Seite findet man viele interessante und lesenswerte Informationen und Texte zum Thema Humanismus in der Gesellschaft, und vor allem auch dahingehend, wie solche Ideen praktisch umgesetzt und gelebt werden können, sprich Vorstellungen zu neuen Gesellschaftsordnungen und ähnlichem, wie zum Beispiel:
Dazu findet man vor allem Texte von verschiedenen Autoren unter der Rubrik Neues, Termine.
(Internet)
Unter Mut zur Wende, findet man einen Text, einen Vorschlag von Camille Schmid aus der Schweiz, zum Thema einer neuen Gesellschaftsordnung im Sinne des Humanismus
(Internet)
Auch empfehlenswert ist die Rubrik Organisationen und Personen, wo man Links zu diversen Organisationen, welche sich mit dem Thema Humanismus und Atheismus beschäftigen findet.
(Internet)
Die Kunst der Gefühle von Dieter Dieterich über Friedrich Cramer.
(Internet)

(Internet)

Jeremy Locke, Das Ende des Bösen, Übersetzt/Herausgegeben von Rudolf Engemann:
(Buch, original englischsprachige Ausgabe frei im Internet herunterladbar)
Ein Aufruf zu einer neuen Gesellschaftsordnung, in der das Individuum, die Selbstverwirklichung und Eigenverantwortung in allen Belangen im Mittelpunkt steht, sowie es keinen Staat oder sonstige Institution mehr geben soll. Wie ich finde tendierend in die Richtung, die ich weiter oben im Text bereits vorgestellt habe, eine Gesellschaftsform begründend auf positiver Anarchie****.

FreiwilligFrei.de - "Die Website für freiheitliche Videos, Texte und Podcasts"
(Internet)

Michael Schmidt-Salomon, Manifest des evolutionären Humanismus, Alibri
(Buch)

Michael Schmidt-Salomon, Hoffnung Mensch, Eine bessere Welt ist möglich, Piper
(Buch)

Arno Gruen, Wider den Gehorsam, Klett-Cotta
(Buch)

Arno Gruen, Dem Leben entfremdet, Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden, Klett-Cotta
(Buch)

Andreas Kilian, Egoismus, Macht und Strategien, Soziobiologie im Alltag, Alibri
(Buch)

Bernulf Kanitscheider, Das Hedonistische Manifest, Hirzel
(Buch)

Thomas D.Seeley, Bienendemokratie, S.Fischer
(Buch)



Legende:


* Tue nichts, was dir oder andere auf lange Sicht schadet, als auch dich, oder andere, im Empfindungsvermögen in der Zukunft behindern wird ...
Das Erlangen, Erleben und Vermehren von Freude, Glück und Lust bei gleichzeitigem Vermeiden von Trauer, Unglück und Unlust, stellt also unseren Lebensinhalt wie auch Ziel dar

** Siehe meine Buchbesprechung von Bernulf Kanitscheider "Das hedonistische Manifest"

*** Siehe meine Buchbesprechung von Thomas D.Seeley "Bienendemokratie"


****Positive Anarchie: Darunter verstehe ich für mich eine Art des Zusammenlebens nach den Leitlinien des Hedonismus(Siehe *) und möglichst wenig direkte, zentralisierte Führung. Darunter verstehe ich aber keineswegs die uns bisher unter diesem Begriff bekannte Form der absoluten Gesetzlosigkeit, mit Gewalt usw., sondern eine neue Form der Anarchie, welche das Individuum, seine Freiheit und sein Wohl durch Anwendung der Leitlinien des Hedonismus mittels einer Art von Selbstregulation berücksichtigt und gewährt.